Verpflegung in der Kita

Ernährungskonzept

Kinder sollen gesund und fröhlich aufwachsen. Die richtige Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung dafür. Deshalb legen wir auch im Kindergarten Wert auf ein abwechslungsreiches und gesundes Essen. Gemeinsam haben wir uns als Team mit unserer Qualitätsentwicklerin, einer Ernährungsberaterin und vielfältiger Fachliteratur intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt, einen Qualitätsstandard entwickelt und daraus dieses Ernährungskonzept erstellt. Es dient als Grundlage für unsere Essenssituation.

Mittagessen

In unserer Einrichtung spielen, leben und lernen 100 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt. 38 Ganztagskinder und 10 DTZ-Kinder erhalten täglich ein warmes Mittagessen. Dieses wird von einem Caterer (Firma Herweck) angeliefert und mit einem Nachtisch von unserer Hauswirtschafterin ergänzt. 

Das Mittagessen bieten wir für die Nest Kinder um 11.00 Uhr, für die Regelkinder erst um 11.30 Uhr an.

Am Nachmittag erhalten die Ganztagskinder zwischen 14.00 und 15.00 Uhr einen Imbiss, der ebenfalls von der Hauswirtschaftskraft zubereitet wird.  Kinder, die den angebotenen Imbiss nicht mögen, bekommen alternativ auf Vorrat vorhandenes Obst.

Wir achten darauf, dass es klar definierte „essensfreie“ Zeiten gibt. Nach einer vollständigen Mahlzeit sind das 2-3 Stunden. Die Essenszeiten sind in unserem Tagesverlauf festgelegt und bieten den Kindern Orientierung und Sicherheit. Vor dem Mittagessen und vor dem Imbiss gehen die Kinder für den Toilettenbesuch und zum Händewaschen in den Waschraum.

Bei der Zusammenstellung des Speiseplanes und der Zubereitung des Imbisses, versuchen wir die Kinder zu beteiligen und ihre Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Speisepläne hängen incl. der Allergenkennzeichnungen sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder mit Fotos in Sichthöhe im Flur aus.

Außerdem werden neben dem Speiseplan aktuelle Informationen zum Thema Verpflegung oder gesunde Ernährung zum Mitnehmen ausgelegt.

Über die Hauswirtschaftskraft können Informationen über die Beschaffung, Herstellung und Bereitstellung des Essens eingeholt werden. Im Internet (Firma Herweck) und im QM-Ordner im Büro können Infos über das Mittagessen vom Caterer nachgelesen werden. Bei Bedarf können Eltern diese kopiert bekommen.

Frühstück

Die Kinder bringen ihr Frühstück von zuhause mit, welches sie selbstbestimmt essen können. Im Zeitraum von 7.00-9.00 Uhr und von 9.30-10.00 Uhr entscheiden die Kinder selbst, wann sie essen und ihre Aktivität oder ihr Spiel unterbrechen, um zu frühstücken. Entsprechend bestimmen sie die Dauer ihrer Mahlzeit und ihre Tischpartner.

Alle Kinder sollen ein gesundes und abwechslungsreiches Frühstück von Zuhause mitbringen. Empfehlenswert sind:

  • Brot oder Brötchen mit hohem Vollkornanteil
  • wenig Butter als Brotaufstrich
  • magere Wurst- oder Käsesorten, vegetarischer Brotaufstrich
  • Getreideflocken (Haferflocken), Müsli (ohne Zucker)
  • frische Obst- oder Gemüsestückchen
  • fettarme Milchprodukte: z.B. Joghurt, Quark#

Bitte geben Sie keine Donuts, Lebensmittel mit Schokolade, Fruchtzwerge… mit.

Zwischen 11.00 und 12.30 Uhr nehmen die DTZ Kinder, die kein warmes Mittagessen erhalten, ihr 2. mitgebrachtes Frühstück ein.

Einmal pro Monat (im Kindernest 5x pro Jahr) planen wir mit den Kindern ein gemeinsames Frühstück gruppenintern oder in Büfettform bei Festen.

Umgang mit Süßigkeiten

Wir verzichten auf Süßigkeiten und spezielle Kindernahrungsmittel, wie z.B.: Quetschies (siehe Info im Flur). Bitte packen Sie diese Lebensmittel nicht ein, denn wir geben sie Ihrem Kind wieder mit nach Hause.

Süße gibt es nur zu besonderen Anlässen, wie Geburtstag, Sommerfest, Weihnachtsfeier, Zuckerfest.

Grund: Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinder eine nährstoffreiche Verpflegung, die ihnen Energie gibt und auch später in der Schule eine wichtige Voraussetzung für das Lernen und die Konzentration ist.

Getränke

Den Kindern stehen ganztägig verschiedene Getränke, wie ungesüßter Tee und Wasser zur Verfügung, welche sie sich selbständig nehmen können.

Zu den Mahlzeiten und im Tagesverlauf erinnern wir immer wieder an das Trinken.

Nach Bedarf z.B. wenn die Kinder Müsli mitbringen, erhalten sie auch Milch.

Milch zählt nicht zu den Getränken, sondern ist ein nährstoffreiches Lebensmittel.

Besondere Anforderungen an die Essensversorgung

Die Speisen werden in isolierenden oder beheizbaren geschlossenen Behältnissen (Thermophoren) zur Kindertagesstätte transportiert und dort bis zur Ausgabe warmgehalten. Die Warmhaltezeit von zubereiteten Speisen beträgt maximal drei Stunden. Kalte Speisen dürfen bei Lieferung, Lagerung und Ausgabe maximal 7 Grad Celsius haben. Warme Speisen müssen mindestens 65 Grad Celsius bei Warmhaltung, Transport und Essensausgabe erreichen. Dies wird von der Hauswirtschafterin kontrolliert und in einer Liste, die in der Küche aushängt, dokumentiert.

Die Hygieneregeln und die Einhaltung der Kühlkette werden eingehalten und entsprechend beachtet. Für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Verpflegung, die die Nährstoffe der jeweiligen Altersstufe berücksichtigt, ist die Hauswirtschaftskraft (Juliane) verantwortlich.

Bei der Menüauswahl des Caterers (2 pro Tag), dem selbstzubereiteten Nachtisch und Imbiss orientiert sie sich an den Richtlinien der DGE und dokumentiert dies in einem Aushang in der Küche. So erhalten die Kinder beispielsweise jeden Tag frisches Obst zum Nachtisch oder Imbiss.

Juliane schreibt immer freitags den Speisplan mit Allergenkennzeichnung für die kommende Woche mit Computer, der im Flur ausgehängt wird. Die HWK beachtet die gesetzlichen Vorgaben, wie Temperaturmessung und Rückstellproben, sowie die Hygienevorschriften, was sie ebenfalls in Aushängen in der Küche dokumentiert.

Sowohl beim Personal, als auch bei den Kindern achten wir auf einwandfreie Hygiene und Rituale, die uns alle Sicherheit geben. Wichtig ist uns beim Essen eine gemütliche, entspannte Atmosphäre, die Kinder einlädt und Lust weckt, das Essen in der Gemeinschaft zu probieren und genießen.

Vor dem Mittagessen und vor dem gemeinsamen Frühstück beten wir mit den Kindern oder singen. Die Kinder haben die Möglichkeit, Gebete auszusuchen (Karten, Kalender Würfel…) oder selbst zu formulieren. Jedes Kind kann entscheiden, in welcher Gebetshaltung es mitbetet.

Als Zeichen der Gemeinschaft fassen sich anschließend alle an den Tischgruppen an den Händen und wünschen sich einen guten Appetit. Bei Festen und Feiern wird ein entsprechendes Gebet von dem Erz. vorbereitet; auch Kinder sind in diese Aktionen involviert.

Essensversorgung von Kindern mit religiös und ethisch begründeten Kostformen

Bei Allergien wird darauf geachtet, dass bestimmte Getränke, die nicht getrunken werden dürfen auch nicht verabreicht werden. Beim gemeinsamen Frühstück werden Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten und die moslemische Tradition, kein Schweinefleisch zu essen, berücksichtigt.

Wir führen eine Liste aller Kinder, um Allergien, Lebensmittelunverträglichkeiten, Hinweise auf vegetarisch essende und moslemische Kinder oder sonstige auf die Ernährung der Kinder bezogene Informationen zu dokumentieren. Diese Liste ist für alle in der Küche einzusehen und wird bei Bedarf handschriftlich aktualisiert. Im Ganztagesbereich ist die Hauswirtschafterin für die Einhaltung verantwortlich.

Die Informationen erhält die Leiterin bei Vertragsabschluss von den Eltern. Aktualisiert werden sie von den Gruppenerziehern. und / oder der Leitung.

Unser Caterer bietet für die Tageskinder Lactose freies oder vegetarisches Essen alternativ an. Wir bestellen kein Schweinefleisch.

Im Laufe der Kindergartenzeit erreichen wir folgende Ziele für jedes Kind:

  • Spaß und Freude beim Essen erleben
  • Unterschied zwischen gesunden und ungesunden Lebensmitteln kennenlernen
  • Speisen aus anderen Kulturen und unbekannte Lebensmittel entdecken
  • Wertschätzung im Umgang mit dem Essen mit anderen Kindern erfahren
  • Verantwortung für den eigenen Essplatz, die eigenen Sachen wie Kita-Taschen übernehmen.
  • Essen als positives Erlebnis empfinden und eine harmonische Atmosphäre fürs Essen erleben
  • Hilfsbereitschaft (Brotboxen öffnen, Schüssel weiterreichen…)
  • mit Freunden zusammensitzen und leise Tischgespräche führen
  • Teller und Tassen zum Essen benutzen
  • nach dem Essen das Geschirr wegräumen, Müll in entsprechende Abfallbehältnisse einsortieren

Partizipation der Kinder

In den Regelgruppen wird im Morgenkreis mit den Kindern das gemeinsame Frühstück geplant. (1x im Monat) Die Kinder können sich dann beim Einkauf, der Lebensmittelzubereitung und Vorbereitung beteiligen. Sie stellen z.B.: gemeinsam eine große Tafel, decken und schmücken die Tische.

Ist zu Festen und Feiern ein Essen geplant, werden die Kinder in die Planung und Gestaltung einbezogen und beteiligt, welches Obst, Gemüse, sie essen möchten oder wie wir den Raum für das Büffet dekorieren. Auch beteiligen wir gelegentlich Eltern an der Gestaltung der Büffets, beispielsweise spezielle Gerichte der verschiedenen Nationalitäten zu einem Anlass, wie das Osterfest. Hierzu erhalten die Eltern dann eine Info zur Lebensmittelhygiene und –Vorschriften.

Wir achten darauf, dass wir die Selbständigkeit der Kinder auch bei der Mittagsverpflegung fördern. So benutzen wir Geschirr, wie kleine Kannen und Schüsseln, die an die Kraft und Geschicklichkeit der Kinder angepasst sind.

Die Kinder benutzen Kannen, die sie selbständig nutzen können. Wir haben Geschirrschränke, Geschirrwagen oder Tabletts, auf denen die Kinder Porzellantassen oder Trinkgläser, Essgeschirr, Besteck, Servietten finden. So können Kinder Erfahrungen mit zerbrechlichem Material sammeln.

Das benutzte Geschirr wird von den Kindern selbst aufgeräumt.

Jedes Kind bedient sich entsprechend seiner persönlichen Entwicklung selbst und entscheidet entsprechend, wieviel es sich von welcher Speise auf den Teller schöpft. Dabei ist es wichtig, dass die Kinder lernen, Ihren Appetit richtig einzuschätzen.

Wir motivieren die Kinder zu probieren, zwingen sie aber nicht dazu.

Verpflegung bei besonderen Anlässen

Über das gemeinsame Frühstück in den Regelgruppen werden Eltern zeitnah an der Gruppenpinnwand informiert, da die Kinder an diesem Tag kein Frühstück von zu Hause mitbringen müssen. Einmal im Monat gestalten wir mit den Kindern ein gemeinsames Frühstück, finanziert von den Eltern. Mit der Gruppe bestimmen wir die gewünschten Zutaten und weißen auf die Wichtigkeit von gesunder Ernährung hin. Mit einigen Kindern kaufen wir die Lebensmittel ein und bereiten das Essen im Gruppenraum oder in der Kinderküche gemeinsam zu.

Der Spaß am Essen überträgt sich auch auf „Schlechte Esser“, denn die Kinder ermutigen sich gegenseitig zum Essen. Gemeinsam mit den Kindern beten wir vor dem gemeinsamen Frühstück. Wir nehmen Rücksicht auf Kulturen und Sitten. Der Ablauf des Jahres, Feste sowie Feiern der verschiedenen Religionen und Kulturen bieten viele Möglichkeiten für gemeinsames und genussvolles Essen und Trinken. Christliche Feiertage wie Weihnachten oder Ostern und das islamische Zuckerfest finden ihre Berücksichtigung im Speiseplan. 

Auf traditionellen Festen wie dem Sommerfest besteht das Essen- und Trinkangebot in der Regel aus gespendeten und von Eltern bereitgestellten Lebensmitteln oder fertigen Speisen, meist Kuchen und Salaten

Geburtstagsfeier

Ein Fotobilderbuch mit verschiedenen Essensvorschlägen können Eltern gerne einsehen, wenn das Geburtstagskind etwas zu Essen austeilen möchte:

Brezeln, Spieße mit Trauben mit Käse, Muffins, Rohkost oder Obstsalat.

Finger Food (Essen Kleinigkeit aus der Hand).

Essensgeld für die Mittagsverpflegung

  • Ganztagskinder zahlen pro Tag 3,20 € für das Mittagessen, Nachtisch, Getränke und Imbiss.
  • DTZ Kinder bezahlen pro Tag 2,80 € für Mittagessen und Nachtisch

Wenn Ihr Kind krank ist oder nicht am Essen teilnimmt, bitte vom Essen abmelden. Der 1. Tag wird berechnet, aber die folgenden Tage werden als entschuldigt eingetragen, so dass kein Essensgeld zu zahlen ist.

Jeweils zum 15. des Monats, wird das Essensgeld per Lastschrift eingezogen.

Folgende Flyer zum Mitnehmen finden sie neben dem Speiseplan im Flur

  • Tabelle für Frühstücksbox              
  • Was Kleinkinder brauchen
  • Naschen und knabbern maßvoll mit Genuss  
  • Obst-Quetschies – Nicht so gesund, wie man denkt
  • Die wichtigsten DGE- Empfehlungen auf einen Blick